April 20, 2011
Paperazzo digital: daily Seite 4
Verschärfte Konkurrenz im Regal: Der Buchdruck im Umbruch
Scodix FinalTouch ermöglicht komplexe, markante Designs auch für Buchtitel in Kleinauflagen
Für die vielen Millionen Menschen, die im Buchhandel oder im Internet nach Lesestoff suchen, ist der Buchumschlag der erste Berührungspunkt mit einem Buch. Auch im digitalen Zeitalter werden täglich Millionen Bücher gekauft, etwa weil der Umschlag beim Käufer Emotionen weckt, oder weil das Design so ins Auge fällt. Da aber im Digitaldruck sehr kleine Auflagen möglich sind, verschärft sich die Konkurrenz im Bücherregal dramatisch. Daten aus den USA zeigen: In nur fünfzig Jahren ist die Zahl der Verlage von 375 auf 85 000 gestiegen, und in jedem Jahr kommen 11 000 neu hinzu. Das bedeutet: Pro Stunde kommen rund 20 neue Bücher auf den Markt. Zwar liegt die Auflage für Titel der großen Verlage im Schnitt bei rund 5 000 Exemplaren, aber 30 % aller Bücher warden „on demand“ in Mengen von 100 Stück (oder weniger) gedruckt. Wie aber können Autoren und Verlage Wirkung erzielen, wenn ein Umschlag mit einem gewissen Etwas im Entwurf zumeist unbezahlbar teuer ist? Auch hier sind die Zahlen interessant.
Für einen Umschlag mit einem komplexen, markanten Design sind Kosten von 5 000 Euro und mehr in Entwurf und Herstellung keine Ausnahme. Ein solcher Betrag ist – liegt die potenzielle Auflage nicht gerade im fünfstelligen Bereich – für 85 % aller digital produzierten Bücher in Europa völlig unbezahlbar!
Die von Scodix aus Israel entwickelte Inkjet-Technologie hat zu einem Paradigmenwechsel im Umschlagdruck und in Bereichen geführt, wo Mehrwerteffekte durch gesteigerte Wirkung für mehr Umsatz sorgen.
Zu den beliebtesten Techniken zählt derzeit transparente UV-Farbe in Kombination mit Blindprägung. Bei Büchern last sich damit der Titel hervorheben, der Verfasser oder auch eine eindrucksvolle Grafik.
Scodix hat seine Lösung FinalTouch im vergangenen Jahr vorgestellt: Statt eines kostspieligen zweistufigen Verfahrens (UV/Prägung) wird hier in einem einzelnen
Arbeitsgang die UV-gehärtete Farbe „Scodink“ im Inkjet-Verfahren aufgetragen.
Scodink ist entscheidend für den Erfolg der Lösung, denn diese Farbe gestattet
mit Schichtdicken bis 70 Mikrometer einen erhabenen Effekt, ohne dass Material verläuft oder die Definition leidet. Auch feine Details lassen sich so mühelos reproduzieren. Die vielfältigen Fähigkeiten von Scodix FinalTouch beruhen auch auf der digitalen Infrastruktur dieser Lösung. Durch den Druck variabler Daten (VDP) mit der transparenten 3D-Farbe lassen sich personalisierte Produkte oder Versionen in Kleinauflagen realisieren.
Der Digitaldruck hat VDP viel erschwinglicher gemacht. Doch fehlte ein
kostengünstiges und effizientes Verfahren für Wirkungen im Digitaldruck, die
den mit traditionellen Mitteln erzielbaren Effekten in nichts nachstehen. Zumindest bis jetzt.
https://www.messe-duesseldorf.de/digimedia_ca/media/paperazzo-08-04-ausgabe-2.pdf